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Wiener Innovationsgespräche über „Virtuelle Währungen am Beispiel Bitcoin“ – Rückblick

Portrait Clara AbpurgMag.a Clara Abpurg, Mitarbeiterin der Finanzmarktaufsicht (FMA), referierte am 23. November 2017 in der Hauptbücherei Wien über virtuelle Währungen.

Die „Wiener Innovationsgespräche“ finden im Rahmen von „Innovatives Wien 2020“, der Wiener Strategie für Forschung, Technologie und Innovation, statt. In der Veranstaltungsreihe können interessierte Bürgerinnen und Bürger regelmäßig mit Fachleuten über aktuelle Themen und Fragestellungen diskutieren. Am 23. November referierte die FMA-Expertin Clara Abpurg in der Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz.

Was sind virtuelle Währungen?

Sie sprach über virtuelle Währungen, ein Phänomen, das sich in den vergangenen Jahren immer stärker verbreitet hat. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) verzeichnet zahlreiche Anfragen in Bezug auf Geschäftsmodelle, die auf virtuellen Währungen basieren. Derzeit gibt es keine Legaldefinition von virtuellen Währungen. Oftmals sind sie wie folgt charakterisiert:

  • Sie werden von keiner Zentralbank oder Behörde ausgegeben.
  • Die Schöpfung neuer Werteinheiten erfolgt meist über ein vorbestimmtes Verfahren innerhalb eines Computernetzwerkes, das sogenannte „Mining“.
  • Es gibt keine zentrale Instanz, die Transaktionen kontrolliert oder verwaltet.
  • Sämtliche Transaktionen sind in einem öffentlich geführten Verzeichnis aufgezeichnet („Blockchain“)
  • Einmal getätigte Transaktionen sind grundsätzlich unwiderrufbar.
  • die virtuellen Währungen werden in einer elektronische Geldbörse oder „Wallet“ digital aufbewahrt und verwaltet.
  • Dezentrales Netzwerk – Peer to Peer Netzwerk

Rechtliche Grundlagen in Österreich

Abpurg erläuterte das wohl bekannteste Beispiel für virtuelle Währungen, das auf Blockchain basierende System „Bitcoin“. Es unterliegt mangels Emittenten nicht der Aufsicht der FMA. Für den Betrieb verschiedener auf Bitcoins basierender Geschäftsmodelle kann allerdings eine Konzession der FMA erforderlich sein. Geschäftsmodelle sind daher stets im Einzelfall zu prüfen, wofür die FinTech Kontaktstelle zuständig ist.

Zur Person

Mag.a Clara Abpurg ist bei der Kontaktstelle FinTech der Finanzmarktaufsicht. Zuvor war sie in renommierten Rechtsanwaltskanzleien in Wien tätig. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte lagen hierbei im Bereich des Unternehmens- und Gesellschaftsrechts, des allgemeinen Zivilrechts und der damit zusammenhängenden Prozessführung. Im September 2012 legte sie in Wien die Rechtsanwaltsprüfung  ab.

Bildergalerie

Weiterführende Informationen

Financial Innovation und FinTech – FMA