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Wiener Innovationsgespräche mit Max Schrems

Porträt Max SchremsAm 23. März 2017 referierte Max Schrems in der Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz über rechtliche Graubereiche in der Digitalwirtschaft.

 

Im Rahmen von Innovatives Wien 2020, der Wiener Strategie für Forschung, Technologie und Innovation, werden aktuelle Themen und Fragestellungen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in der Hauptbücherei Wien diskutiert. Am 23. März war Max Schrems im Rahmen der Wiener Innovationsgespräche zum Thema „… aber die Leute stellen ja alles ins Netz!“ zu Gast.

 

Es gibt nur wenige Lebensbereiche, die nicht in irgendeiner Form von der Digitalisierung erfasst werden. Zwar muss niemand auf Twitter oder auf Facebook sein oder via Google im Internet suchen, ebenso kann jede und jeder auf ein Smartphone verzichten und Kundenkarten ablehnen. In der Praxis aber haben (potentielle) Nutzerinnen und Nutzer oft keine andere Wahl, als ihre Daten preiszugeben. Die Alternative wäre, höhere Preise im Supermarkt zu bezahlen oder von bestimmten sozialen Aktivitäten ausgeschlossen zu sein.

 

Digitalwirtschaft in der Kritik

Max Schrems sprach offen, kritisch und sehr kurzweilig zum Thema Datenschutz rund um das soziale Netzwerk Facebook. Er entzauberte die Digitalwirtschaft, die aus harmlos erscheinenden Daten richtige Persönlichkeitsprofile hochrechnet und die Industrie, die systematisch Gesetze bricht: „Es kann ja nicht sein, dass sich ein Teil der Unternehmen nicht an die Regeln hält, die anderen das aber müssen. Das berührt mich emotional mehr als der Datenschutz, dass manche am Markt glauben, sie können tun was sie wollen und die meisten Konkurrenten und Kunden schauen zu, weil man eh nichts tun kann“.

 

Max Schrems wurde in Salzburg geboren. Für sein Studium der Rechtswissenschaften zog er nach Wien, wo er seitdem – unterbrochen durch einen Auslandsaufenthalt an der US-Universität Santa Clara in Kalifornien – lebt. Mit seiner Initiative europe-v-facebook.org hat er das soziale Netzwerk zu mehr Transparenz und einem verantwortungsvolleren Umgang mit den Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer gezwungen. Heuer hat er es auf die jährliche „30 unter 30 Europa“-Liste von Forbes geschafft.

 

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