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Handlungsfeld 2 – Stärkefelder weiterentwickeln

Umweltpreis der Stadt Wien

Seit 2005 wird der Umweltpreis der Stadt Wien für innovative nachhaltige Projekte Wiener Unternehmen im Rahmen von OekoBusiness Wien vergeben. Im Rahmen eines Projekts zur strategischen Weiterentwicklung wird der Umweltpreis auf Basis der Erkenntnisse aus dem OekoBusiness Strategieprozess mit Methoden der Erlebniswissenschaften weiterentwickelt und soll 2019 implementiert werden.

  • Durchführung: Abteilung Umweltschutz (MA 22)

Evaluation OekoBusiness Wien

Seit dem Projektstart 1998 ist die programmbegleitende Evaluierung von OekoBusiness Wien eines der Kernelemente und stellt auch eine in dieser Ausführlichkeit europaweit einzigartige USP dar. Derzeit werden im Rahmen eines umfangreichen Monitorings alle quantifizierbaren Einsparungen in einer Datenbank erfasst und von unabhängigen externen Expertinnen und Experten evaluiert. Diese veröffentlichen auch jährlich die Gesamtbilanz von OekoBusiness Wien.

In einem Kooperationsprojekt mit dem Wuppertaler Forschungsinstitut „Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP)“ soll ein neuer Ansatz von OekoBusiness Wien entwickelt werden. Dadurch sollen ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitswirkungen gleichwertig bewertbar, messbar und kommunizierbar sein. Grundlage dafür bietet ein eben vom CSCP abgeschlossenes Forschungsprojekt im Auftrag des Deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

  • Durchführung: Abteilung Umweltschutz (MA 22)

Universitätsinfrastrukturprogramm (UIP)

Das Universitätsinfrastrukturprogramm der Stadt Wien wird fortgesetzt.

Durch die Universitätsautonomie mit dem UG2002 (Umsetzung 2004) sind die Universitäten autonom geworden und unterliegen daher der Grundsteuerpflicht. Mit dem Universitätsinfrastrukturprogramm (UIP) gibt die Stadt Wien die entrichteten Grundsteuerbeiträge (für BIG-Gebäudemieten) wieder an die neun öffentlichen Wiener Universitäten in Form von Förderungen zurück. Jede Universität bekommt als Förderung genau jenen Betrag, den sie als Grundsteuer auch einbezahlt hat. In jährlichen Ausschreibungsrunden entscheidet ein sechsköpfiger Beirat über die Projekte und spricht eine Förderempfehlung an die Stadt Wien aus.

Die Wiener Universitäten reichen dafür Infrastrukturprojekte mittlerer Größe ein. Die Projekte sind mit einer Eigenleistung der Universitäten verknüpft. Alle Anschaffungen gehen ins Eigentum der jeweiligen Universität über. Typischerweise werden angeschafft: Gerätschaften aus dem naturwissenschaftlichen Bereich (Mikroskope, Spektrometer), die auch oft gemeinschaftlich in sogenannten Core Facilities genutzt werden, IT-Infrastruktur (Backup-Systeme), Laborausstattungen beziehungsweise Werkstättenausstattungen (bei Kunstunis).

Die Infrastrukturanschaffungen geschehen auch vermehrt in Zusammenhang mit Berufungen, um den neuen Professuren die entsprechende Ausstattung zu bieten. Dies ist ganz wichtig, um international renommierte Forscherinnen und Forscher nach Wien zu bekommen. Zwei Drittel der Projektsumme werden von der Stadt Wien im Rahmen des UIP gefördert, ein Drittel muss die Universität aus Eigenmitteln aufbringen. Momentan wird geprüft, ob für 2019 oder 2020 einmalig ein starker Fokus auf Digitalisierungsprojekte gelegt werden soll.
2019 wird es eine weitere Ausschreibung geben. Die Entscheidung fällt wiederum Ende November/Anfang Dezember 2019.

Stärkung der wissenschaftlichen Aktivitäten an den Wiener Städtischen Krankenanstalten (WSK)

Der Forschungsstrategie der WSK zur klinischen und translationalen Forschung entsprechend werden wissenschaftliche Aktivitäten zentral – strukturell und organisatorisch – unterstützt. Das Vertragsmanagement zu klinischen Studien wird zentral organisiert und die Forschenden werden entlastet.

Kooperationen werden häuser- und trägerübergreifend zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten geschlossen, unter anderem durch Koordination klinischer Studien. So wird durch die Kooperation des VCC (Vienna Cancer Center) eine vermehrte Aufnahme von Patientinnen und Patienten in klinische Studien ermöglicht. Durch die Förderung der translationalen Forschung im Bereich der Onkologie wird der Forschungsstandort Wien gestärkt.

Eine zukünftige Kooperation mit der Medizinischen Universität verfolgt das Ziel, ein Forschungs- und Ausbildungszentrum für Simulation (KHN) im Betrieb allen KAV Spitälern, inklusive AKH Wien/MedUni Wien, zu Forschungszwecken und zur vollumfänglichen interdisziplinären wie interprofessionellen Simulationsausbildung zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen des Projekts „Semantische Suche“ wird mittels Software spezifische Information aus den digitalen Archiven des KAV (Wiener Krankenanstaltenverbund) gezielt aus den Texten extrahiert und als „strukturierte“ Information für verschiedene Anwendungsbereiche – vom klinischen Alltag bis zu verschiedenen Forschungsanwendungen – nutzbar gemacht.

Der SmartCOPDtrainer ist ein Projekt des AIT gemeinsam mit dem Wiener KAV und der Firma Alysis, gefördert mit dem Förder-Call „Users in Focus“ der Vienna Business Agency (Wirtschaftsagentur Wien). Er basiert auf einer bestehenden COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) Help App und unterstützt COPD-Erkrankte bei der Vermeidung von Exazerbationen. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu erhöhen und die Zahl ihrer Krankenhausaufenthalte signifikant zu verringern. Nach Abschluss der technischen Entwicklung (Februar 2019) ist geplant, mittels ROI (return of invest) eine Evaluation durchzuführen und die Implementierung eines Pilotprojektes in einem WSK-Haus zu starten.

  • Durchführung: Wiener Krankenanstaltenverbund

Start-up Labs

Ab dem 2. Halbjahr 2019 stehen den Wiener Life Science Start-ups insgesamt 72 Labor- und 32 Büroarbeitsplätze für junge WissenschaftlerInnen und ForscherInnen zur Verfügung. Inmitten des Campus Vienna Biocenter können sich auf rund 1.000 Quadratmetern Start-ups flexibel einmieten. Im Sinne von „Co-working Labs“ mit Shared Facilities teilen sich mehrere Unternehmen die Laborräume, die bis zu sechs oder zwölf Arbeitsplätze aufweisen. Die zur Verfügung stehende Grundausstattung und Infrastruktur ist auf die Bereiche Molekular- und Zellstoffbiologie ausgerichtet.

Pilotfabrik

Die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 hat im Jahr 2018 die Aufbauphase beendet, die Umsetzungsphase startet im Jänner 2019. Dort werden nun Projekte mit Unternehmen eingeworben und umgesetzt. Unter anderem im Anwendungsfeld IT Integration und Digitaler Zwilling wird eine durchgängige Repräsentation des realen Produktionssystems in der virtuellen Welt umgesetzt, um Änderungen und Anpassungen zu testen und Daten in die Produkt- und Systementwicklung zurückführen zu können. Neben selbstfahrenden Logistiksystemen kommen auch hochmoderne Montagearbeitsplätze mit Roboterunterstützung zum Einsatz. Ferner wurde die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 um ein Zentrum für 3D-Druck oder additive Fertigung von Metallen, Kunststoffen und Keramiken inklusive der dazu gehörigen Engineering Expertise seit Ende 2017 erweitert. Erste Projekte mit Unternehmen im Bereich Metall werden 2019 mit Unterstützung des CoCreationLab Vienna durchgeführt.

Co-Creation Lab Vienna

Im Co-Creation Lab werden Unternehmen und Institutionen dabei unterstützt, geeignete Partner für ihre Innovationsvorhaben zu finden. Die Wirtschaftsagentur organisiert dafür maßgeschneiderte Workshops. Bei einem Co-Creation Day können außerdem Calls zu Challenges ausgerufen werden, zu denen ganz konkrete Lösungsvorschläge gesucht werden.

Aufbau eines Innovation Hub des EIT Manufacturing in Wien

Wien wird einer von fünf Innovation Hubs des EIT Manufacturing. 27 Industriepartner, 15 akademische Partner und acht Forschungsinstitute aus 17 europäischen Staaten werden in diesem europäischen Netzwerk gemeinsam Ausbildungsangebote, Innovationsprogramme und Unterstützungsangebote für Start-ups umsetzen, welche die Produktion in Europa wettbewerbsfähig, ökologisch nachhaltig und sozial machen. Die Wirtschaftsagentur Wien stellt dafür im Technologiezentrum in der Seestadt einen Raum zur Verfügung und wird beim Aufbau des regionalen Co-Location Centers mitarbeiten.

Vertiefung und verstärkte Sichtbarmachung der Wiener Wissenschaftsförderungsfonds

Wien verfügt über mehrere Wissenschaftsförderungsfonds, die die breit gefächerte Forschungstätigkeit der Wiener Universitäten sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit vielen Jahren unterstützen. Ziel der Fondstätigkeiten ist die Stärkung des Wissenschaftsstandortes Wien, die besondere Impulse für eine Verstärkung des Innovationspotenzials in Wien geben sollen. Zu den Wissenschaftsförderungsfonds zählen die Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien, der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften, der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität Wien, der Fonds der Stadt Wien für innovative interdisziplinäre Krebsforschung, der Viktor Frankl-Fonds der Stadt Wien zur Förderung einer sinnorientierten humanistischen Psychotherapie sowie der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Universität für Bodenkultur Wien.

Die Fonds sind ein wichtiger Teil der Initiativen der Stadt Wien, Wissenschaft und Forschung wechselseitig mit den konkreten Bedürfnissen einer zukunftsorientierten Verwaltung und Gestaltung einer Metropole zu verknüpfen. Die Sichtbarmachung der Leistungen der vornehmlich jungen Generation von WissenschaftlerInnen sowie die Nutzbarmachung der darin enthaltenen Lösungsvorschläge und kreativen Ideen in einer neuartigen, digitalen „Smart City“ werden auch 2019 weiter intensiviert.

Durchführung: Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft

Green Energy Lab – Erneuerbare Energie aus der Region nutzen

Green Energy Lab ist eine von drei Vorzeigeregionen im Rahmen der Initiative „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds, in der innovative und klimaverträgliche Energietechnologien unter realen Bedingungen erprobt und skalierbare Musterlösungen für das fossilfreie Energiesystem entwickelt werden.

Im Green Energy Lab werden das Burgenland, Niederösterreich, die Steiermark und Wien zur Testregion für das zukünftige Energiesystem mit einem signifikant hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Im Fokus stehen die Sektorkopplung, Flexibilisierung und Digitalisierung eines integrierten Energiesystems sowie die Entwicklung kundenzentrierter und skalierbarer Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft, die für Kundinnen und Kunden Mehrwert stiften.

Die vier Energieversorgungsunternehmen der Ostregion ziehen hier gemeinsam mit rund 100 PartnerInnen an einem Strang, um Innovationsprojekte in großem Maßstab – die Region bietet einen Testmarkt von etwa 5 Millionen EndverbraucherInnen – zu testen und zur Marktreife zu bringen. Bis 2025 sollen mehr als 100 Millionen Euro investiert werden.

Für die langfristige Dekarbonisierung des Wiener Energiesystems ist das Green Energy Lab die zentrale Innovationsinitiative.

Die ersten Green Energy Lab-Projekte wurden bereits im Herbst 2018 gestartet. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden die besten Lösungen für ein integriertes und skalierbares Energiesystem von morgen untersucht. Die Projekte im Überblick:

  • Open Data Plattform – Offene Datenplattform für Forschung im Energiesektor
  • ThermaFlex – Leitprojekt in Verbindung mit mehreren Demo-Projekten zur Entwicklung und Erprobung des flexiblen Fernwärmenetzes von morgen (mit Beteiligung von Wien Energie)
  • Blockchain Grid – Blockchain-basierter Abruf von Flexibilitäten in Verteilnetzen
  • SecondLife Batteries – System zur Verwendung gebrauchter Batterien von E-Fahrzeugen als stationärer Energiespeicher
  • Spatial Energy Planning – Räumliche Energieplanung für die Wärmewende (mit Beteiligung der Stadt Wien, MA 20)

 

  • Durchführung: Abteilung Energieplanung (MA 20), Wien Energie, Urban Innovation Vienna (UIV) – Energy Center

Vancouver Vienna House – Klimaschonendes leistbares Wohnen

Anfang 2018 wurde mit der Stadt Vancouver eine Kooperation im Bereich Green Building unterzeichnet. Die Vorgespräche und Verhandlungen wurden von der Abteilung Energieplanung (MA 20) direkt mit dem Green Building Manager der Stadt Vancouver geführt. Die Kooperation wurde von den zuständigen Stadträtinnen Anfang 2018 unterzeichnet. Als erster Schwerpunkt der Kooperation wurde „affordable housing” festgelegt, da Vancouver am Rande einer Kosten- und Versorgungskrise mit leistbarem Wohnbau steht. Es wurde daraufhin ein Ziel als Arbeitshypothese festgelegt, das in den folgenden Arbeitstreffen weiter zu spezifizieren und abzustimmen ist: “Es soll je ein Pilotprojekt in Vancouver und Wien zum Thema innovativer, leistbarer Wohnbau ohne CO2 umgesetzt werden. Da sowohl Kanada als auch Österreich einen Schwerpunkt auf der Verwendung von Holz als Baustoff haben, soll dieses Thema besonders berücksichtigt werden.“

Es wurden bereits 2 Projekte für die Kooperation gefunden. Der Zielkatalog für die beiden Projekte mit Stand Ende 2018 wird noch um eine stärkere soziale Dimension erweitert:

Ziel ist es, in jeder Stadt ein hochwertiges Mehrfamilienhausprojekt mit minimaler Klimabelastung zu entwickeln:
1. Transformativ: Die Ansätze bei der Genehmigung, Gestaltung und Konstruktion der Projekte sollen breit anwendbar und replizierbar sein und die gewonnenen Erkenntnisse müssen über die beteiligten Branchen hinaus verbreitet werden.
2. Leistbar: Mit diesem Modell sollen Mietwohnungen preisgünstig bereitgestellt werden.
3. Nahezu null Emissionen und maximale Effizienz für die Heizung: Die für Warmwasser benötigte Energie wird bei maximalem Komfort und einfacher Bedienung minimiert.
4. Schnelle Verfahren bei Genehmigungen der Bauvorhaben
5. Architektonische und soziale Qualität: beste Architektur und hohe soziale Wohnqualität

Für 2019 ist die weitere Vorbereitung und Unterstützung der beiden Pilotprojekte geplant. Begleitend zu den beiden Projekten soll ein Forschungsprojekt aufgesetzt werden. Es gibt dazu bereits Vorgespräche mit dem BMVIT.

Das Projekt soll Teil der IBA (Internationale Bauausstellung) Wien werden. Vancouver wird eingeladen IBA-Korrespondenzstandort zu werden.

  • Durchführung: Abteilung Energieplanung (MA 20), Abteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung (MA 21), Wohnfonds Wien

Nachhaltige Produktion und Ressourcen

Wien bietet ein hervorragendes Umfeld für nachhaltige Produktion. Eine moderne urbane Produktion kann und muss einen effizienten und optimierten Ressourcengebrauch beinhalten und Wege finden, um materielle und räumliche Ressourcen in der urbanen Produktion effizient und optimiert zu schonen. So wurde etwa die Umrüstung der Traditionsfabrik Manner im 17. Wiener Gemeindebezirk von horizontaler auf vertikale Produktion 2012 durch die Wirtschaftsagentur Wien mit 500.000 Euro gefördert. Forschungspartner ist das Institut für Fertigungstechnik der TU Wien. Im Zuge der Umstellung auf die vertikale Produktion konnten die bisher in der Fabrik auf mehreren Etagen verteilten Öfen auf einer einzigen Etage angesiedelt werden. Diese Umrüstung ermöglichte neben der Optimierung der Produktionsketten den Anstoß eines innovativen Projekts mit Wien Energie hinsichtlich der Gewinnung von Abwärme aus dem Produktionsprozess.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien, Abteilung Energieplanung (MA 20), Abteilung Umweltschutz (MA 22)

Abwärmenutzung aus Datencentern und anderen Quellen für Stadtquartiere

2018 haben sich mit der ASCR (Aspern Smart City Research) erste Diskussionen mit Start-ups ergeben, die das Thema „Serverabwärme zum Heizen eines Gebäudes“ als Geschäftsmodell entwickeln. Hier könnten sich interessante Projekte entwickeln, die auch für kleinere Abwärmeleistungen sinnvolle Anwendungen ermöglichen. Insgesamt werden dem Markt unterschiedliche Modelle, in unterschiedlichen Leistungsstufen und einer breiteren Palette von Anbietern, gut tun. Die Entwicklung dieses Marktes sollte seitens der Stadt forciert werden.

Da die Maßnahme an der Schnittstelle zwischen Energieversorgung und Wirtschaftsstandort steht, ist es aus Sicht der Abteilung Energieplanung (MA 20) sinnvoll, weiter daran zu arbeiten. Es ist wichtig, seitens der Stadt das Signal auszusenden, dass „Grüne Rechenzentren“ ein wichtiges Anliegen der Stadt sind und die Stadt Wien ein sehr gutes Umfeld dafür bietet.

Die Nutzung von Abwärme nimmt zur Steigerung der Energieeffizienz eine zentrale Rolle ein. Um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen, sollen Abwärmepotenziale weiter erhoben und ausgebaut werden.

Aktuell wird Abwärme aus der UNO-City und der Traditionsfabrik Manner in das Fernwärmenetz eingespeist. Weitere Vorzeigeprojekte zur Nutzung von Abwärme sind geplant.

  • Durchführung: Abteilung Energieplanung (MA 20),

Bio Energy – Biogas aus Biomasse

BIOENERGY 2020+ GmbH ist ein K1-Kompetenzzentrum des COMET-Programmes, das die vorwettbewerbliche industriebezogene Forschung im Bereich Bioenergie vorantreibt. Unternehmenszweck ist die Forschung, Entwicklung und Demonstration im Sektor der energetischen Nutzung von Biomasse. Die Stadt Wien unterstützt dieses Vorhaben über die Wirtschaftsagentur Wien im Rahmen des COMET-Programms.

Um den Dekarbonisierungsprozess voranzutreiben, ist die Umstellung auf „grüne Gase“ (Biomethan, Wasserstoff) eine wichtige Maßnahme. Laut der von Wien Energie vorliegenden Studie sollen grüne Gase vor allem in den Bereichen der Mobilität, Wärmeerzeugung und Klimatisierung zur Anwendung kommen.

  • Durchführung: Wien Energie, Wirtschaftsagentur Wien
  • Weiterführender Link: Bioenergy 2020+

DigitalCity.Wien-Initiative – Schulterschluss zwischen Stadt und Privatwirtschaft

Die DigitalCity.Wien-Initiative wird seit 2014 im Schulterschluss von der Verwaltung der Stadt Wien und der Privatwirtschaft vorangetrieben. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Wien zu einem der führenden digitalen Hotspots Europas auszubauen und auch als solchen nach innen und außen hin zu positionieren und zu vermarkten.

Die Initiative entwickelte sich als Folge der Diskussion rund um mögliche Lösungen zur Behebung des IT-Fachkräftemangels am Standort Wien und weitete sich im Anschluss zu einem sehr viel breiteren Vorhaben aus. DigitalCity.Wien unterstützt und teilt die Smart City Wien Rahmenstrategie der Stadt Wien, da Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) das Nervensystem einer Stadt bildet und somit Grundlage einer Smart City-Entwicklung ist.

DigitalCity.Wien ist innovative Vorreiterin durch Projekte und intersektorale Vernetzung zu Schwerpunktthemen, wie etwa IT-Security, AI und Machine-Learning, Blockchain und E-Health. Im Vordergrund der Initiative steht die Positionierung und Sichtbarmachung des Themas “IKT und Digitalkompetenz” in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen. Als Beispiele seien hier folgende Initiativen genannt:

  • Wien-Bildungsinitiative: Engagierte VertreterInnen von Unternehmen der DigitalCity.Wien-Initiative bringen digitale Themen ehrenamtlich an Wiener Schulen.
  • Digitalisierung im Alter: Das Forschungsprojekt „Wiener Active and Assisted Living Testregion“ (WAALTeR) untersucht Möglichkeiten, die zunehmende Digitalisierung des Alltages für Seniorinnen und Senioren zu nutzen. Es soll helfen, älteren Menschen eine hohe Lebensqualität zu erhalten sowie optimale und leistbare Gesundheitsversorgung zu bieten.
  • Frauen in der IT: Mit dem Hedy Lamarr-Preis der Stadt Wien für innovative Frauen in der IT wird jedes Jahr eine außergewöhnliche Österreicherin ausgezeichnet, die die digitale Welt von morgen prägend mitgestaltet.

 

  • Durchführung: Urban Innovation Vienna – UIV
  • Weiterführender Link: DigitalCity.Wien