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Handlungsfeld 1 – Attraktive Stadt für ForscherInnen und Unternehmen

Innovation und Beschäftigung

Der waff fördert Wiener Klein- und Mittelbetriebe (KMU bis maximal 249 Beschäftigte), die für die Entwicklung und Implementierung zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufnehmen. Gefördert werden Personalkosten, Beratungskosten und Kosten für Weiterbildungen, die im Zusammenhang mit einem Innovationsprojekt stehen. Als Innovationsprojekte gelten Produktinnovationen, Prozessinnovationen, die Markterschließung für ein neues Produkt oder auch die Entwicklung und Implementierung von Maßnahmen, die die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse im Unternehmen verbessern.

Gefördert werden maximal 12 Monate lang 50% der Personalkosten bis zu maximal 47.000 Euro pro Unternehmen, beziehungsweise 50% der Weiterbildungskosten bis maximal 7.300 Euro und 50% der Beratungskosten bis maximal 4.700 Euro.

BioEurope Spring 2019

BioEurope Spring ist eine der wichtigsten Biotech-Partnering-Veranstaltungen in Europa. Sie wird von 25. bis 27. März 2019 in der Messe Wien stattfinden und von der Wiener Life Science Plattform LISAvienna gehostet.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien, LISAvienna

Förderung von Kompetenzzentren und -projekten

2019 werden die ersten COMET-Module starten. Sie sollen bestehende COMET-Zentren in die Lage versetzen, ihre strategische Forschung auszubauen und neue Anwendungsfelder für ihre Technologien zu erschließen.

Die Kofinanzierung von COMET-Zentren und –Projekten, die ihren Hauptsitz in Wien oder einen hohen Anteil von Wiener UnternehmenspartnerInnen im Konsortium haben, wird fortgeführt. Die Zusammenarbeit mit den Kompetenzzentren bei der Ansiedlung von Forschungseinrichtungen von internationalen Unternehmen soll ausgebaut werden.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien
  • Weiterführender Link: Kompetenzzentren

B2B Software Days

Von 14. bis 15. März 2019 werden die International B2B Software Days im Wiener Rathaus stattfinden. Es werden mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet, die durch ein digitales Partnering-Tool dabei unterstützt werden, neue Kontakte zu Innovationspartnern zu knüpfen.

Förderschwerpunkt Produktion in der Stadt

Mit dem „Fachkonzept Produktive Stadt“ hat die Stadt Wien ein ganz klares Zeichen in Bezug auf die Bedeutung der produzierenden Wirtschaft für Wien gesetzt. Die Wirtschaftsagentur Wien wird dieses Engagement im kommenden Jahr mit einem entsprechenden Förderschwerpunkt „urbane Produktion“ noch verstärken. Zentraler Aspekt hierbei ist der effiziente Ressourceneinsatz im Bereich der Produktion und produktionsnaher Dienstleistungen – eine Herausforderung, die im städtischen Bereich noch größer ist als allgemein, und insbesondere auch den effizienten Umgang mit der Ressource „Raum“ miteinschließt. Der Förderschwerpunkt wird mehrere Förderangebote beinhalten. Adressiert sind alle produzierenden Wiener Unternehmen und produktionsnahen Dienstleistungsunternehmen, die entsprechende Vorhaben planen – unabhängig davon, ob es sich um Forschung- und Entwicklungs- oder Investitionsvorhaben handelt. Eingeladen sind insbesondere auch Unternehmen, die Digitalisierungsvorhaben in der Produktion umsetzen wollen. 6 Millionen Euro werden für diesen Schwerpunkt aus dem Wirtschaftsförderungsbudget zur Verfügung gestellt.

Gender Mainstreaming und Frauenförderung

In Förderprogrammen der Wirtschaftsagentur zeigt sich, dass bei der Leitung von eingereichten und geförderten Projekten ein Missverhältnis zwischen Männern und Frauen besteht. Nicht nur in den Führungsstrukturen, sondern auch in den Teamstrukturen sind Frauen unterdurchschnittlich repräsentiert.

Aus diesem Grund und im Sinne einer Gleichberechtigung wurde ein Projekt im Bereich Gender Mainstreaming zur Erhöhung der Anzahl von Fördereinreichungen durch Frauen initiiert. Inhaltlich wird einerseits der Förderprozess nach gendersensiblen Touch Points gescreent, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Andererseits sollen Jurymitglieder, die die Projektbewertungen vornehmen, hinsichtlich eines „Unconscious Bias“ sensibilisiert werden. Weiterführende Maßnahmen sind ebenfalls angedacht.

Die Wirtschaftsagentur Wien möchte die Stadt Wien hier klar als attraktiven Standort für Gründerinnen und weiblich geführten Start-ups – gerade auch im Bereich Forschung & Entwicklung – positionieren.

Ein weiteres bewährtes Instrument, nämlich die Integration von Gender Mainstreaming bei Projekten der Wiener Fachhochschulförderung durch das Dezernat Forschung, Technologie und Innovation der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23), wird ebenso fortgeführt.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien, Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)

Internationale Betriebsansiedlung

Die Expertinnen und Experten der Wirtschaftsagentur Wien sind weltweit unterwegs und präsentieren den Wirtschaftsstandort Wien. Neben zielgerichteten Aktivitäten zum Standortmarketing ist die Wirtschaftsagentur Wien erste Anlaufstelle für internationale Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Investorinnen und Investoren, die eine Niederlassung in Wien gründen wollen. Sie unterstützt mit umfassenden Beratungs- und Betreuungsleistungen sowie individuellen Lösungen für Betriebsansiedlungen.

Auch 2019 werden umfangreiche Initiativen zur Ansiedlung internationaler Betriebe gesetzt: Das internationale Team der Wirtschaftsagentur Wien präsentiert weiterhin den Wirtschaftsstandort Wien in zahlreichen Ländern und Städten auf unterschiedlichsten Veranstaltungen.

Expat-Center

Das Expat-Center der Wirtschaftsagentur Wien bietet Expatriates – also ausländischen Führungskräften in Wien – und deren Angehörigen eine erste Anlaufstelle bei oder vor ihrer Ankunft. Um internationalen Unternehmen ein zusätzliches Service am Standort Wien zu bieten, erhalten Expatriates auch weiterhin individuelle Beratung zu allen Belangen des täglichen Lebens. Sie werden bei den ersten Schritten in Wien (etwa Aufenthaltsgenehmigung, Wohnungssuche) und darüber hinaus unterstützt. Die Beratung ist kostenlos und steht in mehreren Sprachen zur Verfügung.

Im Expat-Center der Wirtschaftsagentur Wien werden jährlich rund 1.000 Beratungsgespräche mit Menschen aus über hundert verschiedenen Nationen geführt. Bei den Herkunftsländern der Expatriates dominieren traditionell die USA, gefolgt von Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Die wichtigsten Themen der Anfragen sind die Suche nach bestimmten, oft mehrsprachigen Ansprechpersonen aus unterschiedlichsten Bereichen, das Niederlassungs- und Ausländerbeschäftigungsrecht, die Arbeitssuche sowie Anfragen zu Familie und Freizeit, Steuer und Pflichtversicherung oder Wohnen.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien
  • Weiterführender Link: Expat in Wien

Start-ups forcieren

Wien forciert Start-ups. Hierzu werden einerseits entsprechende Förderungen bereitgestellt, andererseits soll Wien im Außenbild auch stärker als Stadt wahrgenommen werden, die Chancen für junge Gründerinnen und Gründer bietet. Konkrete, für 2019 geplante Maßnahmen, beinhalten:

  • Die Wirtschaftsagentur Wien wird auch beim Pioneers Festival 2019 in Wien einen Standortstand Start-up City Wien machen und entsprechend bespielen.
  • Das Vienna Start-up Package wird an 20 internationale Gründungsteams vergeben – in Kooperation und Abstimmung mit GIN go Austria.
  • Die spezifische Workshopreihe für Start-ups wird 2019 weitergeführt, ebenso das Wachstums- und Expansionscoaching.
  • Spezielle Founders Labs für Gründerinnen (Durchstarterinnen Lab) und für Creative Industries und Future Technologies
  • Die Aktivitäten im Rahmen der Start Alliance Partnerschaft werden über 2-Wochen Programme fortgesetzt.
  • Intensivierung der Kontakte in CEE Städten zum Thema Start-up Ökosysteme, Netzwerkaufbau

 

INITS – Der Wiener High-Tech Inkubator

Im Wiener High-Tech Inkubator INITS (Universitäres Gründerservice Wien) werden forschungsintensive Start-ups inkubiert. Im Programm AplusB wird INITS von der AWS und der Wirtschaftsagentur Wien gefördert. Im Rahmen des Projektes setzt INITS vier Module um:

  1. Awareness & Mobilisation
  2. Pre Incubation & Selection
  3. Start-up Camp & Acceleration
  4. Growth, Financing & Co-Operations

Vienna Research Groups for Young Investigators (VRG)

Ziel der Maßnahme ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Wien durch gezielte Rekrutierung junger Spitzenforscherinnen und-forscher aus dem Ausland. Dies passiert gemeinsam mit Wiener Universitäten und Forschungseinrichtungen in für Wien besonders relevanten Forschungsfeldern.

Mit dem Programm der Vienna Research Groups for Young Investigators (VRG) konnten seit 2010 bisher 16 exzellente Nachwuchsgruppenforschende mit Mitteln der Stadt Wien nach Wien geholt werden, um ihre erste eigene Forschungsgruppe aufzubauen. Diese jungen Spitzenkräfte beschäftigen viele weitere Personen in ihren Projekten, werben erfolgreich zusätzliche Drittmittel ein, publizieren in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften und wurden bereits mit namhaften Wissenschaftspreisen ausgezeichnet (zum Beispiel ERC und FWF-Startpreis).

Den geförderten Gruppenleiterinnen und -leitern wird bereits bei Antragstellung eine langfristige Karriereperspektive zugesagt (unbefristete assoziierte Professuren; Laufbahnstelle). Mit diesen sehr guten Perspektiven können ausgezeichnete Jungforschende in Wien gehalten werden und geben starke Impulse für Forschungskarrieren in Wien. Bis 2019 können weitere 4 Gruppen nach Wien geholt werden.

Dual Career Service Support (DCSS)

Berufungsverfahren von internationalen Spitzenkräften aus der Wissenschaft scheitern in Österreich nicht selten an einer scheinbar banalen Hürde: Die Lebens- oder Ehepartnerinnen und -partner der möglichen Kandidatinnen und Kandidaten finden keine adäquate Möglichkeit einer wissenschaftlichen Karriere.

Der Dual Career Service Support (DCSS) des WWTF in Form seiner Tochter WWTF GmbH kümmert sich deshalb um die Belange der Partnerinnen und Partner der Spitzenforscherinnen und -forscher, die nach Wien geholt werden sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der beruflichen Perspektive der Partnerin oder des Partners unter Berücksichtigung der bisherigen Laufbahn und deren oder dessen aktuellen Vorstellungen.

Dies findet im Rahmen einer größeren Initiative der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) statt, nämlich dem Dual Career Service Wien-Niederösterreich-Oberösterreich, das Doppelkarrierepaare professionell bei der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Laufbahnen unterstützt. Ziel ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Wien durch eine Jobbörse für hochqualifizierte Partnerinnen und Partnern von neu berufenen beziehungsweise neu rekrutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie deren individuelle Unterstützung und Beratung bei der Identifizierung von Stellen.

2019 wird der Dual Career Service Support mit den universitären und außeruniversitären Partnerorganisationen weitergeführt. Der Bedarf ist stark steigend.

Projektpartner im EU Projekt GEECCO

Das EU-Projekt „Gender Equality in Engineering through Communication and Commitment (GEECCO)“ unter der Projektleitung der TU Wien beleuchtet die Frage, wie die Hochschullandschaft und Forschungsförderungsinstitutionen professioneller mit dem Thema Gendergerechtigkeit umgehen können. Das hochkompetitive „Horizon 2020“-Projekt läuft für vier Jahre. Es verbindet vier europäische Universitäten, zwei Forschungsförderungseinrichtungen und drei Beratungsunternehmen. Dabei stehen besonders drei Themenstellungen im Fokus: Einerseits die Verminderung von Benachteiligung von Frauenkarrieren in der Wissenschaft, andererseits wie Entscheidungsfindungen in Gremien stattfinden und weiters die Genderdimension in Forschung und Lehre. Die Förderorganisationen beleuchten vor allem die Rolle der Forschungsförderung im Bereich Gender Equality und die Schnittstelle zwischen Universitäten und Fördereinrichtungen. Begleitet wird die Projektgruppe von weiteren Förderagenturen wie unter anderen der Wirtschaftsagentur, dem FWF und der FFG.

Wiener Fachhochschulförderung: Call für Antragsförderung Horizon 2020

Die Zielsetzungen der Wiener FTI-Strategie „Innovatives Wien 2020“ decken sich weitgehend mit den drei großen Schwerpunkten, die im Europäischen Förderprogramm „Horizon 2020“ definiert wurden: Wissenschaftliche Exzellenz, Stärkung industrieller und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit sowie die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Stadt Wien unterstützt deshalb die Wiener Fachhochschulen bei der erfolgreichen Einwerbung von Fördermitteln im Rahmen des EU-Programms „Horizon 2020“ und stellt deshalb im Rahmen der Wiener Fachhochschul-Förderung Antragsförderungen zur Verfügung, die an erfolgversprechende Vorhaben vergeben werden.

Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass „Horizon 2020“-Anträge von den meisten Antragstellern nur nebenbei und mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit erstellt werden, weshalb in vielen Fällen keine optimale Vorbereitung, Vernetzung und Ausarbeitung erfolgt. Die steigende Lernkurve steht meist einer sinkenden Investitionsbereitschaft für neue Antragsversuche gegenüber. Die Antragsförderung für „Horizon 2020“ setzt hier an, mit dem Ziel durch optimale Vorbereitung und kontinuierliche Einreichungen die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich zu verbessern.

Im Rahmen der Wiener Fachhochschulförderung (Richtlinie 2015 bis 2019) wird 2019 die Möglichkeit fortgesetzt, die Entwicklung von Anträgen im Rahmen von „Horizon 2020“ zu fördern.

Wiener Fachhochschulförderung: Call für Digitalisierung
aus inter- und transdisziplinärer Sicht

Die digitale Transformation betrifft alle Gesellschaftsbereiche und stellt eine große Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Wien dar. Da Digitalisierung nicht isoliert, sondern immer im Kontext stattfindet, sollen Forschungsprojekte gefördert werden, die mit Hilfe von inter- und transdisziplinären Methoden einen besonderen Mehrwert bei der Digitalisierung des Wirtschaftsstandortes Wien leisten können.

Austausch mit Hochschulen

Für Anliegen der Universitäten an die Wiener Stadtverwaltung steht eine Ansprechstelle zur Verfügung, wodurch Anliegen direkt erledigt beziehungsweise betreut werden können. Es finden regelmäßige Jour Fixe der Hochschulen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung statt.

Zusätzlich werden im Bereich der Fachhochschulen jährlich Gespräche mit den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Wiener Fachhochschulen geführt.

  • Durchführung: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23), Kulturabteilung (MA 7)

Digitalisierungsfachkräfte

Die MA 23 hatte eine Studie mit dem Titel „IKT-Standort Wien im Vergleich II“ durchführen lassen, die einen ausführlichen Überblick über die Digitalbranche in Wien bietet. Aus dieser und weiteren Studien lässt sich ableiten, dass sich (in Wien) ein Fachkräftemangel im Kernbereich Informatik und Ingenieurwesen (etwa Maschinenbau) abzeichnet. Die MA 23 wird den konkreten Bedarf vor dem Hintergrund der zahlreichen bereits bestehenden Maßnahmen in diesem Bereich analysieren.