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Handlungsfeld 4: Bildung, die auf Innovation vorbereitet – 2018

Ausbau Wiener Campusmodell/Campus Plus

Das Wiener Campusmodell ist eine Bildungseinrichtung, die Kindergarten-, Schul- und Freizeitpädagogik an einem Standort umfasst. Es ist eine ganztägige Betreuungsform mit verschränkten Unterrichts- und Freizeiteinheiten, wodurch die vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden. Im pädagogischen Konzept des “Campus Plus” werden gemeinsame zentrale pädagogische Sport-, Kreativ-, Therapie- und Verwaltungsbereiche sowie vier altersübergreifende Bildungsbereiche mit Kindergartengruppen und Schulklassen vereint. Der Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule wird dadurch erleichtert. An ausgewählten Standorten wird auch eine Neue Mittelschule das Angebot ergänzen. Bildungspartnerinnen und Bildungspartner wie Musikschulen werden verstärkt eingebunden und Mehrfachnutzungen ermöglicht werden.

Wien hat insgesamt sechs Bildungscampus-Standorte (Monte Laa in Favoriten, Gertrude Fröhlich-Sandner in der Leopoldstadt, Donaufeld in Floridsdorf, Sonnwendviertel in Favoriten sowie den Campus Seestadt und Campus Plus Attemsgasse in der Donaustadt), fünf weitere sind derzeit bereits in Bau beziehungsweise in Planung (Berresgasse, Nordbahnhof, Aron Meczer, Aspern Nord und Atzgersdorf).

Darüber hinaus sind weitere drei neue Bildungsbauten in den Gebieten Inner-Favoriten (Landgutgasse), Gasometerumfeld in Wien-Simmering (Rappachgasse) und West Wien (Deutschordenstraße) vorgesehen. Alle diese Projekte sollen bis zum Jahr 2023 realisiert werden.

  • Durchführung: Geschäftsgruppe Bildung, Integration, Jugend und Personal, Wiener Kindergärten (MA 10), Abteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA 13), Wiener Schulen (MA 56), Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Bauten und Technik,  Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19), Abteilung Bau- und Gebäudemanagement (MA 34)
  • Weiterführender Link: Das Wiener Campusmodell

Beitragsfreier Kindergarten

Damit möglichst alle Kinder vom Bildungsangebot in den Wiener Kindergärten profitieren, hat Wien im Herbst 2009 den beitragsfreien Kindergarten für alle Kinder von null bis sechs Jahren in die Tat umgesetzt: Seit September 2009 bezahlen Eltern in den städtischen und vielen privaten Wiener elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen keinen Besuchsbeitrag mehr. Für viele Familien bedeutet das eine enorme finanzielle Entlastung. Sie ersparen sich dadurch bis zu 550 Euro pro Kind und Monat. Nur für spezielle Leistungen, wie beispielsweise verlängerte Öffnungszeiten, spezielle pädagogische Konzepte oder kleinere Gruppen, kann ein Beitrag eingehoben werden.

Bildungsgrätzl

Als Ergänzung zu den bestehenden und geplanten Campus-Schulen entstehen in Wien „Bildungsgrätzl“, in denen bestehende Bildungsstrukturen – speziell in dicht verbauten Gebieten – besser vernetzt werden.

Durch Kooperationen von Kindergärten, Volksschulen und Neuen Mittelschulen (NMS), die in eigenen Gebäuden, aber in räumlicher Nähe zueinander untergebracht sind, können die Schülerinnen und Schüler von dem besseren Angebot profitieren.

Die Grätzlschulen sollen auch mit anderen Institutionen vor Ort zusammenarbeiten, beispielsweise mit Musikschulen, Hallenbädern, Büchereien, Jugendzentren und Volkshochschulen. Die entstehenden Bildungsgrätzl sollen als stadtteilorientierte Bildungslandschaft die Wirkung von Bildungsarbeit wesentlich erhöhen und zugleich positiv auf das Zusammenleben in Stadtteilen zurückwirken, indem Lernen als Bestandteil des Lebens im Stadtteil sichtbar wird.

  • Durchführung: Wiener Kindergärten (MA 10), Abteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA 13), Wiener Schulen (MA 56)
  • Weiterführender Link: Wien plant „Bildungsgrätzln“

Interaktive Whiteboards an Wiener Schulen

Im Rahmen von Neubauten (inkl. Campus-Standorte) aber auch bei ausgewählten Schulsanierungen (z.B. GTVS Währinger Straße) und zukünftig auch bei Erweiterungen bestehender Standorte werden die neuen Bildungsräume mit interaktiven Whiteboards ausgestattet. Durch interaktiven Whiteboards können Medien wie Text, Grafik, Bilder, Animationen, Töne und Filme präsentiert werden. Die „digitalen Tafeln“ ermöglichen verbesserte Präsentationsmöglichkeiten von Unterrichtsinhalten, ein hohes Maß an Motivation und Vorteile für die PädagogInnen beim Vorbereiten und Speichern der Unterrichtsinhalte sowie vielfältige Interaktionsmöglichkeiten.

  • Durchführung: Wiener Schulen (MA 56), Abteilung Automationsunterstützte Datenverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologie (MA 14)

Wiener Bildungsnetz – Masterplan

Das Wiener Bildungsnetz ist die Basis für alle EDV-Tätigkeiten im Bereich der Wiener Pflichtschulen. Es wird daher besonderer Wert darauf gelegt, dass mittels eines modernen und zukunftsgerichteten EDV-Netzes die heutigen sowie zukünftigen Anforderungen im Bildungsbereich erfüllt werden können.

Für die Wiener Pflichtschulen wird es daher zukünftig einige Neuerungen im Bereich der EDV-Ausstattung geben. Die Maßnahmen werden Anfang 2018 beginnen und Ende 2019 an allen rund 380 Schulstandorten umgesetzt sein.

Die Erneuerung umfasst insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Stabile Internetanbindung mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde
  • Modernisierung des Netzwerkes und die direkte Internetversorgung jedes Schulstandortes
  • Moderne Arbeitsplatzlösungen (virtuelle Arbeitsplätze) für mehr Flexibilität
  • Einsatz von Windows 10 und der aktuellen Office-Version
  • Erneuerung des Mailsystems und Einführung persönlicher Dienstmailadressen für alle LehrerInnen
  • Vollständige Verwendung von standardisierten und etablierten Abläufen und Services der Stadt Wien
  • stabiler Betrieb und rasche Wiederherstellungszeiten.

An folgenden Pilotstandorten finden die Maßnahmen derzeit bereits Anwendung: Bildungscampus Attemsgasse, Pflichtschulen Quellenstraße, Huglgasse und Toricelligasse (Ersatzquartier Kinkplatz)

  • Durchführung: Wiener Schulen (MA 56), Abteilung Automationsunterstützte Datenverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologie (MA 14)

Start Wien – das Jugendcollege

Die Einrichtung des Jugendcollege hat sich im ersten Jahr 2017 bewährt und wird 2018 fortgeführt und weiterentwickelt. Jugendliche, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten und nicht mehr schulpflichtig sind, haben es besonders schwer, passende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

„StartWien – Das Jugendcollege“ bietet daher 1.000 Ausbildungsplätze für jugendliche ZuwanderInnen, vorwiegend AsylwerberInnen und
-berechtigte. Ziel ist es, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 21 Jahren in einem modularen System fit für den Einstieg in eine weiterführende Schule oder berufliche Ausbildung zu machen.
Trägernetzwerk mit Förderung von MA 17– Integration und Diversität, Fonds Soziales Wien (FSW), Arbeitsmarktservice (AMS) Wien mit Unterstützung des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (waff) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF)

Förderung 2.0 – VHS Lernhilfe an Wiener Schulen

Mit diesem Angebot der Förderung 2.0 ist es gelungen, den Schulen und insbesondere den SchülerInnen ziel- und bedürfnisorientiert Zusatzleistungen anzubieten.

18.000 SchülerInnen in Wiener Volksschulen und rund 10.000 SchülerInnen aus Neuen Mittelschulen und AHS-Unterstufen nehmen die Gratisnachhilfe der Stadt in Anspruch. Im Durchschnitt entlastet die Wiener Nachhilfeoffensive Eltern und Erziehungsberechtigte jährlich um mehr als 600 Euro.

Aufgrund des weiterhin bestehenden Bedarfs nach Lernhilfeangeboten wird eine Weiterführung der Förderung 2.0 angestrebt. Gegenwärtig wird das Gesamtprojekt begleitend evaluiert, für eine Entscheidung über die weitere inhaltliche Schwerpunktsetzung und organisatorischen Aspekte werden die ersten Zwischenergebnisse der Evaluation abgewartet.

Schulprogramm bei „Gründen in Wien“

Am 23. März 2018 findet mit „Gründen in Wien“ wieder die größte Veranstaltung für heimische Start-ups statt. Co-working Spaces, Jungunternehmen, Hubs, Förderstellen und Initiativen öffnen erneut ihre Türen und zeigen allen Interessierten, wie Geschäftsideen erfolgreich realisiert werden.

Flankierend werden Schülerinnen und Schülern ab der 11. Schulstufe (AHS und berufsbildende Schulen) eigene „Walks“ durch Start-ups angeboten, um den Jugendlichen das Arbeiten in Start-ups oder das Gründen von Start-ups als eine mögliche attraktive Berufsperspektive aufzuzeigen. Die Schülerinnen und Schüler können in den Dialog mit Mitarbeitern und Geschäftsführerinnen treten, um einerseits die Vor- und Nachteile dieses Karriereweges zu erfahren, aber andererseits natürlich auch über innovative Produkte zu erfahren, die in Wien erdacht und entwickelt werden. Besonders Wert wird seitens der Wirtschaftsagentur Wien darauf gelegt, dass die Schulen aus dem geografischen Umfeld der Start-ups eingeladen werden, damit die Jugendlichen ein Bewusstsein dafür entwickeln, was in „ihrem“ Grätzl passiert.