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Handlungsfeld 2: Stärkefelder weiterentwickeln – 2018

Stärkung der wissenschaftlichen Aktivitäten an den Wiener Städtischen Krankenanstalten

Die Forschungsstrategie der WSK zur klinischen und translationalen Forschung bildet sich in Clustern ab. Wissenschaftliche Aktivitäten werden der Strategie entsprechend, zentral – strukturell und organisatorisch – unterstützt. Das Vertragsmanagement zu klinischen Studien wird zentral organisiert und die Forschenden entlastet.

Kooperationen werden häuser- und trägerübergreifend zur Verbesserung der PatientInnenversorgung durch u.a. Koordination klinischer Studien geschlossen. So wird durch die Kooperation des VCC („Vienna Cancer Center“) eine vermehrte Aufnahme von PatientInnen in klinische Studien ermöglicht.

Personalisierte Medizin wird durch den Einsatz und Aufbau von AI-Systemen („Artificial Intelligence Systemen“) unterstützt.

  • Durchführung: Wiener Krankenanstaltenverbund

Ansiedlung von Datencentern und Nutzung der Abwärme für die Stadtquartiere prüfen

Die dynamische Entwicklung im Bereich der IT führt zum Aufbau einer Vielzahl von Datencentern. Diese zeichnen sich durch sehr hohen und konstanten Stromverbrauch und entsprechenden Kühlbedarf aus. Diese “Kühlenergie” in Form von Abwärme geht derzeit großteils ungenutzt verloren, könnte bzw. sollte aber für die Beheizung von Neubauten genutzt werden:

  • Bearbeitung des Themas strategische Datencenteran-siedlungen im Rahmen des Fachkonzepts Energieraumplanung bzw. im Zuge eines – derzeit nicht absehbaren – konkreten Anlassfalles (z.B. eines konkreten Ansiedlungsvorhabens eines Datencenterbetreibers, der seinerseits nicht auf ein bestimmtes Grundstück fixiert ist.)
  • Wien Energie hat mittlerweile eine eigene Abteilung installiert, die die Einbindung beziehungsweise Nutzung von Abwärmepotenzialen (etwa jene von Datencentern) systematisch hinsichtlich Machbarkeit untersucht. Bei Bedarf werden, wie bisher, derartige Bemühungen unterstützt, wobei die Unterstützung je nach Datencenter auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen kann.
  • Durchführung: Abteilung Energieplanung (MA 20), Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, Urban Innovation Vienna GmbH (Energy Center); Wirtschaftsagentur Wien

Veranstaltung Smart Energy Systems Week Austria, 14. bis 18.5.2018

Die Smart Energy Systems Week Austria (vormals Smart Grids Week) hat sich als wichtiger Treffpunkt von Technologie- und Energieunternehmen, Netzbetreibern, Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, Forschungsinstitutionen und Verwaltung für das Themengebiet der intelligenten Energieinfrastrukturen etabliert.

Aufgabe der Veranstaltung ist es, aktuelle Initiativen sowie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu präsentieren und mit einem Fachpublikum aus Wirtschaft, Forschung sowie Verwaltung und Behörden zu diskutieren und den Boden für neue Entwicklungen aufzubereiten. Während dabei bisher die österreichischen „Smart Grids Pionierregionen“ oft wesentlich im Zentrum standen, wird sich auch hier der Fokus in Zukunft vor allem auf die Initiativen des Programms „Vorzeigeregionen Energie“ verlagern.

Veranstaltung R20-Conference Austrian World Summit, 15.5.2018

Der R20 AUSTRIAN WORLD SUMMIT ist eine Veranstaltung für eine langfristige Initiative zum Austausch von Best-Practice-Beispielen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und der globalen Klimaschutzziele des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC).
Die Klimaschutzinitiative von Arnold Schwarzeneggers R20 Klimaregionen soll Klimaschutzprojekte so effektiv wie möglich umsetzen. Daher verfügt die R20 über starke Partnerschaften wie den Vereinten Nationen, internationalen Finanzierungsinstitutionen (Weltbank, Europäische Investitionsbank usw.) und ist mit Netzwerken von Regionen wie C40 (Städteklima-Gruppe) und ICLEI (Kommunalverwaltungen für Nachhaltigkeit) verbunden.

  • Durchführung: Abteilung Energieplanung (MA 20), R20 Austria – organisierende Agentur brainbows-information company
  • Weiterführender Link: Austrian World Summit

Universitätsinfrastrukturprogramm (UIP)

Das Universitätsinfrastrukturprogramm der Stadt Wien wird fortgesetzt.
Durch die Universitätsautonomie mit dem UG2002 (Umsetzung 2004) sind die Universitäten autonom geworden und unterliegen daher der Grundsteuerpflicht. Mit dem Universitätsinfrastrukturprogramm (UIP) gibt die Stadt Wien die entrichteten Grundsteuerbeiträge (für BIG-Gebäudemieten) wieder an die neun öffentlichen Wiener Universitäten in Form von Förderungen zurück. Jede Universität bekommt als Förderung genau jenen Betrag, den sie als Grundsteuer auch einbezahlt hat. In jährlichen Ausschreibungsrunden entscheidet ein sechsköpfiger Beirat über die Projekte und spricht eine Förderempfehlung an die Stadt Wien aus.
Die Wiener Universitäten reichen dafür Infrastrukturprojekte mittlerer Größe ein. Die Projekte sind mit einer Eigenleistung der Universitäten verknüpft. Alle Anschaffungen gehen ins Eigentum der jeweiligen Universität über. Typischerweise werden angeschafft: Gerätschaften aus dem naturwissenschaftlichen Bereich (Mikroskope, Spektrometer), die auch oft gemeinschaftlich in sog. Core Facilities genutzt werden, IT-Infrastruktur (Backup-Systeme), Laborausstattungen bzw. Werkstättenausstattungen (bei Kunstunis). Die Infrastrukturanschaffungen geschehen auch vermehrt in Zusammenhang mit Berufungen, um den neuen Professuren die entsprechende Ausstattung zu bieten (ganz wichtig, um international renommierte ForscherInnen nach Wien zu bekommen). Zwei Drittel der Projektsumme werden von der Stadt Wien im Rahmen des UIP gefördert, ein Drittel muss die Universität aus Eigenmitteln aufbringen.
2018 wird es eine weitere Ausschreibung geben. Die Entscheidung fällt wiederum Ende November/Anfang Dezember 2018.

Pilotfabrik

In der TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 wird im Jahr 2018 im Anwendungsfeld IT Integration und Digitaler Zwilling eine durchgängige Repräsentation des realen Produktionssystems in der virtuellen Welt umgesetzt, um Änderungen und Anpassungen zu testen und Daten in die Produkt- und Systementwicklung zurückführen zu können. Ferner wird die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 um ein Zentrum für 3D-Druck oder additive Fertigung von Metallen, Kunststoffen und Keramiken inklusive der dazu gehörigen Engineering Expertise seit Ende 2017 erweitert.

Co-Creation Lab Vienna

Das Co-Creation Lab Vienna ist ein Angebot für etablierte Unternehmen und Organisationen, die vor einem Innovationsvorhaben stehen. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen wurde das Programm leicht adaptiert, um die Unternehmen und Organisationen bestmöglich und flexibel unterstützen zu können. Maßgeschneiderte Co-Creation Workshops bieten ihnen nun die Möglichkeit, ihr Vorhaben zu präzisieren, Marktchancen mit ExpertInnen zu erörtern und/oder potenzielle Partner auszuloten.

Je nach Vorhaben gibt es auch 2018 wieder die Möglichkeit, im Rahmen eines öffentlichen Co-Creation Calls Technologiepartner für die Innovationsvorhaben zu suchen.

Ab 2019 werden Briefing Event und der anschließende Call zweimal pro Jahr abgehalten.

Start-up Labs

2018 werden die Umbauarbeiten im ehemaligen Forschungszentrum IMP umgesetzt. Auf 1.000 m² wird erstmals das Konzept Start-up Labs umgesetzt, kurzfristig verfügbare vollwertig ausgestattet Labors für Life Science Start-ups, die arbeitsplatzweise angemietet werden können. 2018 wird dieses Angebot in Wien, aber auch international promotet, sodass 2019 die ersten Start-ups einziehen können.

Vertiefung und verstärkte Sichtbarmachung der Wiener Wissenschaftsförderungsfonds

Wien verfügt über mehrere Wissenschaftsförderungsfonds, die die breit gefächerte Forschungstätigkeit der Wiener Universitäten sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit vielen Jahren unterstützt. Dies sind insbesondere: die Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien, der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften, der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität Wien, der Fonds der Stadt Wien für innovative interdisziplinäre Krebsforschung, der Viktor Frankl-Fonds der Stadt Wien zur Förderung einer sinnorientierten humanistischen Psychotherapie sowie der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Universität für Bodenkultur Wien.

Der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die BOKU fokussiert auf den Beitrag der Bioökonomie zur Erreichung der UN Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG). Gefördert werden Forschungsprojekte mit Wien-Bezug, die z.B. die Grüngürtelerhaltung, Nachhaltigkeit, gesunde und sichere Lebensmittel, die industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen oder Energieträger auf Basis von Biomasse betreffen.

Die Stadt hat eine Evaluierung der oben angeführten Förderinstrumente durchgeführt mit dem Resultat, den Austausch zwischen den WissenschafterInnen und der Stadt Wien zu intensivieren, um somit die Ergebnisse dieser innovativen Forschungsarbeiten in die Stadtverwaltung einzuspeisen. Weitere Veranstaltungen und Kommunikationsmaßnahmen werden 2018 umgesetzt.

  • Durchführung: Geschäftsgruppe Kultur, Wissenschaft und Sport

OekoBusiness Wien

Auf Basis der im Rahmen einer umfangreichen Strategieentwicklung erstellten „Mustersprache OekoBusiness Wien“ wird ab dem Jahr 2018 dieses seit 1998 sehr erfolgreiche Nachhaltigkeitsprogramm der Stadt für Unternehmen an Hand nachfolgender Leitlinien strategisch weiter entwickelt und neu positioniert:

OekoBusiness Wien ist die Dachmarke für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in Wien. Ziel ist der verstärke Aufbau und die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen und Umweltstandards in Wie­ner Betrieben. Mit seinen Angeboten bewirkt OekoBusiness Wien messbare Umwelteinsparungen und Bewusstseinsbildungsprozesse in der Stadt Wien. Damit wird ein substantieller Mehrwert zur Erreichung gesetzter Nachhaltigkeitsziele geschaffen. Durch seine Tätigkeit nimmt OekoBusiness Wien die Aufgaben und Anforderungen wahr, die der Stadt Wien unter anderem aus Klimaschutzvereinbarungen und den UN-Sustainable Development Goals erwachsen.

Zur Umsetzung werden, ausgehend von klassischer Unternehmensberatung, neuartige Vernetzungsangebote zwischen den Unternehmen aber auch zwischen Betrieben und MultiplikatorInnen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kunst entwickelt und implementiert. In Zusammenarbeit mit der Wiener Wirtschaftsuniversität wird eine neue Form der Wirkungsmessung adaptiert und eingesetzt.

  • Durchführung: Abteilung Umweltschutz (MA 22)
  • Weiterführender Link: OekoBusiness Wien