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Handlungsfeld 1: Attraktive Stadt für ForscherInnen und Unternehmen – 2018

Start-ups forcieren

Wien forciert Start-ups. Hierzu werden einerseits entsprechende Förderungen bereitgestellt, andererseits soll Wien im Außenbild auch stärker als Stadt wahrgenommen werden, die Chancen für junge Gründerinnen und Gründer bietet. Konkrete, für 2018 geplante Maßnahmen, beinhalten:

  • Das Pioneers Festival findet am 24. und 25. Mai 2018 in Wien statt. Die Wirtschaftsagentur Wien wird 2018 alleine einen Standortstand machen und die Themen Virtual Reality, Augmented Reality und Blockchain aufgreifen.
  • Das Vienna Start-up Package wird von 12 auf 20 Pakete für internationale Gründungsteams ausgeweitet, die in Wien ihre Projekte weiterentwickeln sollen und dabei durch Workshops, Coaching und Zielgruppenveranstaltungen unterstützt werden.
  • Die spezifische Workshopreihe für Start-ups wird 2018 weitergeführt, ebenso das Wachstums- und Expansionscoaching.
  • Erste Aktivitäten im Rahmen der Start Alliance Partnerschaft (initiiert von Berlin Partner): Das Städtenetzwerk umfasst die Städte Berlin, New York, Shanghai, Tel Aviv, London, Paris und Wien (weiters wird mit Peking und Los Angeles verhandelt). Ziele sind, eine gemeinsame Website von Start-up-Städten zur internationalen Standortwerbung zu installieren, den Austausch von Start-ups und den Informationsaustausch zwischen diesen Städten zu forcieren.
  • Teilnahme an SxSW in Austin (USA) und DLD in Tel Aviv, um auch den Start-up Standort Wien zu promoten
  • Intensivierung der Kontakte in CEE Städten zum Thema Start-up Ökosysteme, Netzwerkaufbau
  • Gründen in Wien: am 23. März 2018 wird der Tag der offenen Tür der Wiener Gründer- und Start-ups Szene in rund 40 Orten mit etwa 3.000 Besucherinnen und Besuchern organisiert.

 

INITS – Der Wiener High-Tech Inkubator

Im Wiener High-Tech Inkubator INITS (Universitäres Gründerservice Wien) werden forschungsintensive Start-ups inkubiert. Im Programm AplusB wird INITS von der AWS und der Wirtschaftsagentur Wien gefördert. Im Rahmen des Projektes setzt INITS vier Module um:

  1. Awareness & Mobilisation
  2. Pre Incubation & Selection
  3. Start-up Camp & Acceleration
  4. Growth, Financing & Co-Operations

Informations- und Vernetzungsmaßnahmen für Wiener Technologieunternehmen

Die Informations- und Vernetzungsleistungen der Wirtschaftsagentur Wien für Technologieunternehmen werden weitergeführt. Ausgehend von den Ergebnissen eines Wirkungsmonitorings, das 2017 durchgeführt wurde, werden die Angebote optimiert.

Das Angebot konzentriert sich auf 4 strategische Schwerpunkte der Wiener Wirtschaftspolitik:
1. Life Sciences
2. Digitale Technologien
3. Nachhaltige Technologien
4. Intelligente Produktion

Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:
• Individuelle Beratung
• Vernetzungsveranstaltungen
• Co-Creation Lab
• Technologiereports
• Technologieplattform

Förderung von Kompetenzzentren und -projekten

Im Rahmen von COMET leistet das Land Wien 2017 eine Kofinanzierung für folgende Kompetenzzentren und -projekte:

  1. ACIB – THE AUSTRIAN CENTER FOR INDUSTRIAL BIOTECHNOLOGY (acib.at/): Industrielle Biotechnologie
  2. XTribology 2 (http://www.ac2t.at): Forschung zur Steigerung der Qualität von Geräten, Maschinen und Anlagen
  3. VRVis – Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH (vrvis.at): Visual Computing
  4. SBA Research – Secure Business Austria (https://www.sba-research.org): Sicherheit und Datenschutz
  5. TCCV – Textile Competence Center Vorarlberg (http://www.tccv.eu ): Entwicklung hochwertiger Textilien
  6. ADDA – Advancement of Dairying in Austria (http://www.vetmeduni.ac.at/milchhygiene/forschung/adda/): Forschungsplattform zu Milchproduktion
  7. CBmed – Center for Biomarker Research Medicine (cbmed.at): Biomarkerforschung
  8. LEC EvoLET – Large Engines Competence Center (http://www.lec.at): Verbrennungstechnologien für Großmotoren
  9. VASCage – Research Center of Excellence in Vascular Ageing (https://www.i-med.ac.at/vascage/): Erforschung von altersbedingten Veränderungen in der Gefäßwand
  10. FFoQSI – Feed and Food Quality Safety and Innovation (ffoqsi.at): Forschung entlang der Wertschöpfungsketten Futtermittel-Lebensmittel
  11. ASD – Acoustic Sensing and Design (https://www.joanneum.at/digital/referenzprojekte/asd-acoustic-sensing-and-design.html): Forschung zu Wahrnehmung und Design von Umgebungsgeräuschen und Klängen
  12. Vision+ – (http://comet-visionplus.at/): Entwicklung von Technologielösungen auf Basis von Bildanalyse
  13. GSG – Green Storage Grid (https://www.ea.tuwien.ac.at/projekte/green_storage_grid/): Forschung zu Energienetzen und Speichertechnologien
  14. DEXHELPP – Decision Support for Health Policy and Planning (http://www.dexhelpp.at/): Entwicklung neuer Methoden, Modelle und Technologien im Bereich von Gesundheitssystemen
  15. CDP – Center for Digital Production (http://www.researchtub.at/news/): Forschung zu virtuellen Produktentwicklung, vernetzter Fertigung bis zu webbasierten Produktionsplanungssteuerungstechnologien.
  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien

Translational Research Center für Life Sciences

Unter dem Projekttitel „Wings4Innovation“ hat das BMWFW die Vorbereitungsarbeiten für ein Translational Research Center (TRC) für Life Science Projekte mit 1,5 Millionen Euro für 3 Jahre (2014 bis 2017) gefördert. Die Stadt Wien hat in einem Letter of Intent ihre Absicht bekundet, ein TRC mit 1,77 Mio. Euro für den Zeitraum 2018 bis 2021 zu unterstützen.

An den Vorbereitungsarbeiten haben sich 17 akademische Einrichtungen beteiligt. Eine Ausschreibung für die Gründung eines Translational Research Centers wurde vom Bund für 2018 angekündigt. Die Stadt Wien hat Mittel für eine Kofinanzierung reserviert.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien

Internationale Betriebsansiedlung

Die Expertinnen und Experten der Wirtschaftsagentur Wien sind weltweit unterwegs und präsentieren den Wirtschaftsstandort Wien. Neben zielgerichteten Aktivitäten zum Standortmarketing ist die Wirtschaftsagentur Wien erste Anlaufstelle für internationale Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Investorinnen und Investoren, die eine Niederlassung in Wien gründen wollen. Sie unterstützt mit umfassenden Beratungs- und Betreuungsleistungen sowie individuellen Lösungen für Betriebsansiedlungen.

Auch 2018 werden umfangreiche Initiativen zur Ansiedlung internationaler Betriebe gesetzt: Das internationale Team der Wirtschaftsagentur Wien präsentiert weiterhin den Wirtschaftsstandort Wien in zahlreichen Ländern und Städten auf unterschiedlichsten Veranstaltungen.

Expat-Center

Das Expat Center der Wirtschaftsagentur Wien bietet Expatriates – also ausländischen Führungskräften in Wien – und deren Angehörigen eine erste Anlaufstelle bei oder vor ihrer Ankunft. Um internationalen Unternehmen ein zusätzliches Service am Standort Wien zu bieten, erhalten Expatriates auch weiterhin individuelle Beratung zu allen Belangen des täglichen Lebens. Sie werden bei den ersten Schritten in Wien (etwa Aufenthaltsgenehmigung, Wohnungssuche) und darüber hinaus unterstützt. Die Beratung ist kostenlos und steht in mehreren Sprachen zur Verfügung.

Im Expat Center der Wirtschaftsagentur Wien werden jährlich rund 1.000 Beratungsgespräche mit Menschen aus über hundert verschiedenen Nationen geführt. Bei den Herkunftsländern der Expatriates dominieren traditionell die USA, gefolgt von Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Die wichtigsten Themen der Anfragen sind die Suche nach bestimmten, oft mehrsprachigen Ansprechpersonen aus unterschiedlichsten Bereichen, das Niederlassungs- und Ausländerbeschäftigungsrecht, die Arbeitssuche sowie Anfragen zu Familie und Freizeit, Steuer und Pflichtversicherung oder Wohnen.

Zielgruppen in ihrer Vielfalt – Innovation durch Vielfalt

In einem bereichsübergreifenden Projekt beschäftigt sich die Wirtschaftsagentur mit den vielfältigen Bedürfnissen und Potentialen ihrer Zielgruppe. In einem europäischen Kooperationsprojekt werden Best Practice-Erfahrungen ausgetauscht, wie Forschungsförderung zu Gender- and Diversity Management beitragen kann.

In Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien werden Veranstaltungsformate der Wirtschaftsagentur analysiert, um ungewollte Stereotypisierungen zu vermeiden.

  • Durchführung: Wirtschaftsagentur Wien

Gender Mainstreaming und Frauenförderung

Gender Mainstreaming und Frauenförderung sind wichtige Instrumente, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.

2017 wurde in der Wirtschaftsagentur Wien das Projekt „Zielgruppen in ihrer Vielfalt“ gestartet (siehe vorige Maßnahme). Diese beschäftigt sich bereichsübergreifend mit den vielfältigen Bedürfnissen und Potentialen der Zielgruppen der Wirtschaftsagentur Wien. Die FemPower Initiative ist ein wichtiger Kern dieses Projektes. Im Zuge dieser Initiative werden die laufenden Maßnahmen konsequent fortgeführt (Mädchenförderungen im Zuge der Technologie Awarness Aktivitäten, FemPower Boni bei Förderungen, spezielle Beratung für Frauen im Gründungsprozess), sowie neue Maßnahmen initiiert (Weiterbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftsagentur zur Gender- und Diversitätskompetenz, Veranstaltung zum Thema Frauen und IT, Gendercheck des Co-Creation Lab Vienna).

Ein weiteres bewährtes Instrument, nämlich die Integration von Gender Mainstreaming bei Projekten der Wiener Fachhochschulförderung durch das Dezernat Forschung, Technologie und Innovation der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23), wird ebenso fortgeführt.

Wiener Fachhochschulförderung: Call für Antragsförderung Horizon 2020

Die Zielsetzungen der Wiener FTI-Strategie „Innovatives Wien 2020“ decken sich weitgehend mit den drei großen Schwerpunkten, die im Europäischen Förderprogramm „Horizon 2020“ definiert wurden: Wissenschaftliche Exzellenz, Stärkung industrieller und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit sowie die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Stadt Wien unterstützt deshalb die Wiener Fachhochschulen bei der erfolgreichen Einwerbung von Fördermitteln im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020 und stellt deshalb im Rahmen der Wiener Fachhochschul-Förderung Antragsförderungen zur Verfügung, die an erfolgversprechende Vorhaben vergeben werden.

Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass Horizon 2020-Anträge von den meisten Antragstellern nur nebenbei und mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit erstellt werden, weshalb in vielen Fällen keine optimale Vorbereitung, Vernetzung und Ausarbeitung erfolgt. Die steigende Lernkurve steht meist einer sinkenden Investitionsbereitschaft für neue Antragsversuche gegenüber. Die Antragsförderung für Horizon 2020 setzt hier an, mit dem Ziel durch optimale Vorbereitung und kontinuierliche Einreichungen die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich zu verbessern.

Im Rahmen der Wiener Fachhochschulförderung (Richtlinie 2015 bis 2019) wird 2018 die Möglichkeit fortgesetzt, die Entwicklung von Anträgen im Rahmen von Horizon 2020 zu fördern.

Austausch mit Hochschulen

Im Bereich der Fachhochschulen werden jährlich Gespräche mit den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Wiener Fachhochschulen geführt. Zusätzlich zu dieser bestehenden Fachhochschulrunde der MA 23 wird ein regelmäßiger Austausch mit den Wiener Universitäten durchgeführt. Für Anliegen der Universitäten an die Wiener Stadtverwaltung wird eine Ansprechstelle zur Verfügung stehen, wodurch Anliegen direkt erledigt beziehungsweise betreut werden können.
  • Durchführung: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23), Kulturabteilung (MA 7)

Studie „IKT-Standort Wien im Vergleich“

Eine im Auftrag der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) erstellte Studie soll eine aktuelle Bestandsaufnahme inklusive der branchenübergreifenden Bedeutung des IKT-Sektors im Raum Wien liefern. Es werden Ansatzpunkte und Möglichkeiten identifiziert, um den Wirtschafts- und Innovationsstandort Wien sowie die gesamte Region durch IKT in Richtung „Innovation Leader“ zu entwickeln.

  • Durchführung: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)

Studie „Motive für die Ansiedlung von F&E-Einheiten in Wien“

Ziel dieser Studie ist es, Handlungsempfehlungen für Wien herauszuarbeiten, um die Attraktivität des Standorts für die Ansiedlung internationaler Einheiten zur Forschung und Entwicklung (F&E-Einheiten) zu erhöhen.

  • Durchführung: Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)

Vienna Research Groups for Young Investigators (VRG)

Ziel der Maßnahme ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Wien durch gezielte Rekrutierung junger Spitzenforscherinnen und-forscher aus dem Ausland. Dies passiert gemeinsam mit Wiener Universitäten und Forschungseinrichtungen in für Wien besonders relevanten Forschungsfeldern.

Mit dem Programm der Vienna Research Groups for Young Investigators (VRG) konnten seit 2010 bisher 14 exzellente Nachwuchsgruppenforschende mit Mitteln der Stadt Wien nach Wien geholt werden, um ihre erste eigene Forschungsgruppe aufzubauen. Diese jungen Talente beschäftigen über 80 weitere Personen in ihren Projekten, werben erfolgreich zusätzliche Drittmittel ein, publizieren in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften und wurden bereits mit namhaften Wissenschaftspreisen ausgezeichnet (zum Beispiel ERC und FWF-Startpreis).

Den geförderten Gruppenleiterinnen und -leitern wird bereits bei Antragstellung eine langfristige Karriereperspektive zugesagt (unbefristete assoziierte Professuren; Laufbahnstelle). Mit diesen sehr guten Perspektiven können ausgezeichnete Jungforschende in Wien gehalten werden und geben starke Impulse für Forschungskarrieren in Wien. Bis 2019 können weitere 4 Gruppen nach Wien geholt werden. Im Jahr 2018 ist bereits fix eine Ausschreibung in den Informations- und Kommunikationstechnologien geplant, mit bis zu drei Gruppen.

Ausbau Dual Career Service Support (DCSS) prüfen

Berufungsverfahren von internationalen Spitzenkräften aus der Wissenschaft scheitern in Österreich nicht selten an einer scheinbar banalen Hürde: Die Lebens- oder Ehepartnerinnen und -partner der möglichen Kandidatinnen und Kandidaten finden keine adäquate Möglichkeit einer wissenschaftlichen Karriere.

Der Dual Career Service Support (DCSS) des WWTF in Form seiner Tochter WWTF GmbH kümmert sich deshalb um die Belange der Partnerinnen und Partner der Spitzenforscherinnen und -forscher, die nach Wien geholt werden sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der beruflichen Perspektive der Partnerin oder des Partners unter Berücksichtigung der bisherigen Laufbahn und deren oder dessen aktuellen Vorstellungen.

Dies findet im Rahmen einer größeren Initiative der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) statt, nämlich dem Dual Career Service Wien-Niederösterreich-Oberösterreich, das Doppelkarrierepaare professionell bei der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Laufbahnen unterstützt. Ziel ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandortes Wien durch eine Jobbörse für hochqualifizierte Partnerinnen und Partnern von neu berufenen beziehungsweise neu rekrutierten Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sowie deren individuelle Unterstützung und Beratung bei der Identifizierung von Stellen.

2018 wird der Dual Career Service Support mit den universitären und außeruniversitären Partnerorganisationen weitergeführt. Der Bedarf ist stark steigend.