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Spannende Forschungsprojekte des ÖAW-Jubiläumsfonds der Stadt Wien vorgestellt

Eine Frau steht vor einem Ausstellungsplakat

Am 16. Oktober 2018 präsentierten Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen Projekte, die von der Stadt Wien gefördert werden. 

Wussten Sie, dass sich nach der Donauregulierung im 19. Jahrhundert die Zahl der Fischimporte nach Wien massiv erhöhte? Oder dass sich bereits im 17. Jahrhundert Serbinnen und Serben in Wien ansiedelten – bevorzugt im „Razen Stadtl“ im heutigen Mariahilf?

Diese und andere Erkenntnisse liefern zahlreiche Forschungsprojekte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die von der Stadt, auch im Rahmen des Jubiläumsfonds, gefördert werden.

Grundlagenforschung zu den Werken von Brahms und Schubert

Am 16. Oktober wurden einige dieser geförderten Projekte in den Räumlichkeiten der ÖAW vorgestellt. Nach einführenden Worten von Oliver Jens Schmitt, Präsident der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW, Klemens Himpele, Leiter der MA 23 und Daniel Löcker, Generalsekretär des Jubiläumsfonds der MA 7 folgte die spannende Keynote von Birgit Lodes. Die Professorin für Historische Musikwissenschaft stellte die Bedeutung von Langzeitforschung in den Musikwissenschaften in den Mittelpunkt. Am Beispiel der Gesamtausgaben der Werke von Johannes Brahms, Johann Joseph Fux und Franz Schubert wurde verdeutlicht, wie wichtig diese Art der Grundlagenforschung für die Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung des kulturellen Erbes von Österreich und Wien ist. Bei der Erforschung aller drei Komponisten und ihrer Werke sind Arbeitsstellen an der ÖAW eingerichtet. Die Förderung durch die Stadt Wien ist dafür essentiell.

Von der Archäologie bis zur Digitalisierung

Präsentiert wurden auch weitere Forschungsvorhaben, etwa zum Gedenkjahr „100 Jahre Gründung der Ersten Republik“, zu Archäologie und Geologie, zur Digitalisierung und zu sozialwissenschaftlichen Themen.

Nutzen von Forschung für „innovative Stadtverwaltung“

Den Fokus der Veranstaltung bildete der Nutzen wissenschaftlicher Forschungsergebnisse für die Wiener Stadtverwaltung. Neben den Ergebnissen wurden auch die Rahmenbedingungen erfolgreicher (Langzeit)-Forschung thematisiert. Ein „Infomarkt“ bot den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gelegenheit, sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszutauschen und interessante Detailergebnisse zu erfahren.

Klemens Himpele hob die „innovative Stadtverwaltung“ als eines der drei Hauptziele der 2015 vom Gemeinderat beschlossenen Strategie „Innovatives Wien 2020“ hervor. Der Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Wissenschaft leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag. Zahlreiche Rückmeldungen zeigen, dass diese Vernetzung am 16. Oktober gelungen sein dürfte.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Kulturabteilung (MA 7) und der Abteilung Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) abgehalten.

Hintergrund: Der ÖAW-Jubiläumsfonds

Der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wurde 1997 aus Anlass ihres 150-jährigen Bestehens zur Förderung von Forschungen in allen wissenschaftlichen Disziplinen eingerichtet. Von Forschungsergebnissen in diesen Bereichen profitieren langfristig alle Wienerinnen und Wiener. Eine effektive Zusammenarbeit mit der Wissenschaft kann einen wichtigen Beitrag zu einer bestmöglichen Bewältigung der Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte, wie etwa Digitalisierung, Bevölkerungswachstum oder Klimawandel, durch die Stadt leisten.

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