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1. Wiener Innovationskonferenz 2016

Gut besuchter Festsaal im Wiener Rathaus bei der Präsentation des Arbeitsprogramms 2016Die erste „Wiener Innovationskonferenz” am 20. Jänner 2016 im Wiener Rathaus stand am Beginn einer jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe. Diese bot nicht nur Rückschau auf das letzte Jahr und eine Vorschau auf das jeweils gegenwärtige, sondern gab auch Raum für Reflexion.

 

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner betonte bei der Konferenz, dass die neue Wiener FTI- Strategie „Innovatives Wien 2020“ ein klares Bekenntnis zu Förderung von Forschung, Technologie und Innovation in dieser Stadt ist. „Moderne Städte gehen innovative Wege und nutzen dabei ihr gesamtes Potenzial, um Lösungen für die drängenden gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit zu finden.“

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Innovation als Motor in allen Bereichen der Gesellschaft

Die TeilnehmerInnen der Gesprächsrunde (von links): Wolfgang Müller, Katharina Klausberger, Klaus Schwertner, Christiane Spiel und Gerald BastIn einer Gesprächsrunde wurde das Thema Innovation aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Am Gespräch nahmen teil (von links im Bild links): Wolfgang Müller, stellvertretender Magistratsdirektor Stadt Wien, Katharina Klausberger, Geschäftsführerin Finderly Gmbh, Klaus Schwertner, Generalsekretär Caritas Wien, Christiane Spiel, Vorständin Institut für Angewandte Psychologie Universität Wien, und Gerald Bast, Rektor Universität für angewandte Kunst. Die Finderly Gmbh entwickelte und vermarktet die Flohmarkt-App Shpock.

 

Die Verwaltung der Stadt Wien definiert sich selber als eine aktive Akteurin im Bereich der Innovation. Zu einer modernen Verwaltung gehört Innovation dazu, um sich ständig zu verbessern. Wolfgang Müller ist eine innovative Verwaltung ein großes Anliegen: „Innovatives Denken muss als Teil des Verwaltungslebens begriffen werden. Die Stadtverwaltung hat eine Tradition im Innovationsbereich, vor allem im technischen Bereich. Wir waren zum Beispiel die Ersten, die Handy Parken eingeführt haben.“

 

Die Caritas Wien hat seit einigen Jahren eine eigene Innovationsabteilung, um innovative Antworten auf gesellschaftliche Probleme zu finden. Das von der Caritas betriebene Magdas Hotel ist der Versuch zu zeigen, wie Integration von Flüchtlingen in der Gesellschaft funktionieren kann, indem man sie in den Arbeitsprozess eingliedert. Klaus Schwertner: „Wenn es um MigrantInnen und Flüchtlinge geht, führen wir meist einen sehr defizitorientierten Diskurs. Bei Magdas wollten wir zeigen, dass es auch anders geht. Flüchtlinge sind Gastgeber und brauchen in diesem Fall keine Herberge. Bei Magdas haben wir ein Team, in dem 26 Sprachen gesprochen werden.“

 

TeilnehmerInnen der Veranstaltung unterhalten sich an Stehtischen im FestsaalFür Christiane Spiel ist es essenziell, dass das Bildungssystem die Neugier von Kindern unterstützt. Denn „Kinder sind von Haus aus neugierig auf Neues und motiviert etwas zu lernen – das sind gute Voraussetzungen um innovative Wege zu gehen. Das Bildungssystem hat die Verantwortung diese Eigenschaften zu bestärken.“

 

Gerald Bast betonte die Rolle von Kunst bei Innovationen: „Künstlerische und kulturelle Bildung sind Teil der Innovationsgesellschaft. Künstler haben eine Vermittlerrolle bei technischen Innovationen. KünstlerInnen werden z.B. bewusst bei Google eingesetzt, um neue Aspekte einzubringen und um WissenschafterInnen zu neuen Denkweisen zu bringen“.

 

Katharina Klausberger erinnerte daran, dass es für innovative Start-Ups auch die richtigen Rahmenbedingungen braucht: „Durch die Förderung vom AWS (Austria Wirtschaftsservice) konnten wir als Team mit unserer Idee durchstarten.“

 

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gespräches darüber, dass Innovation kein Selbstzweck sei, sondern immer auch der Nutzen für die Gesellschaft mitgedacht werden muss.

 

Konferenz-Programm 2016

Einladung mit Programm: 160 KB PDF

Weiterführende Informationen

Innovation für eine „Smart City“ – Interview mit Christian Wurm, dem Leiter des Dezernats Forschung, Technologie und Innovation (MA 23)
Stadt Wien beschließt neue Innovationsstrategie „Innovatives Wien 2020“ (RK vom 23.09.2015)